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#smrgDERGİPsyche: Eine Zeitschrift für Psychologische und Medizinische Menschenkunde, 600 issues serial (January 1963 - December 2013)

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Psyche: Eine Zeitschrift für Psychologische und Medizinische Menschenkunde, 600 issues serial (January 1963 - December 2013)
Psyche: Eine Zeitschrift für Psychologische und Medizinische Menschenkunde, 600 issues serial (January 1963 - December 2013) #smrgDERGİ
Ernst Klett
9000.00
1963 January - 2013 December, 600 issue

Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen
Die Psyche ist die einzige monatlich erscheinende deutschsprachige Fachzeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen.
This journal is indexed in: PsycINFO / Social Sciences Citation Index / Current Contents / Social & Behavioral Sciences

Als die Zeitschrift 1947 von Hans Kunz, Alexander Mitscherlich und Felix Schottlaender gegründet wurde, ging es den Herausgebern um eine breit angelegte und sehr allgemeine Zielsetzung: sie wollten zusammenführen, integrieren und versöhnen. Die PSYCHE sollte offen sein für alle Strömungen der Tiefenpsychologie in den von ihr beeinflussten theoretischen und praktischen Gebieten. Die Bedingung für die Aufnahme in die Zeitschrift hieß freilich damals schon: die Darstellung musste methodisch streng und selbstkritisch sein.

Das sich verändernde Selbstverständnis der PSYCHE und ihrer Herausgeber läßt sich an den Untertiteln ablesen: War sie 1947 als Jahrbuch für Tiefenpsychologie und Menschenkunde angetreten, nannte sie sich zwei Jahre später Zeitschrift für Tiefenpsychologie und Menschenkunde. 1956, die Herausgeber waren nunmehr Wolfgang Hochheimer und Alexander Mitscherlich, wurde sie umgetauft in Zeitschrift für psychologische und medizinische Menschenkunde. Seit 1966 trägt die PSYCHE den auch heute noch gültigen Untertitel Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen.

Ab den 60er Jahren setzte in der PSYCHE eine verstärkte Rezeption und Veröffentlichung sowohl der Arbeiten der von den Nazis ins Exil getriebenen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker als auch der neueren psychoanalytischen Ansätze vor allem aus den angelsächsischen Ländern ein.

Die 70er und dann vor allem die 80er Jahre standen im Zeichen der (selbst-) kritischen Befragung der aktiv betriebenen wie erduldeten Einbindung der »deutschen« Psychoanalyse, ihrer Institutionen und Repräsentanten, in den Nationalsozialismus. Auch diese Debatte wurde von der PSYCHE aktiv betrieben und dokumentiert. Seither ist die Auseinandersetzung mit den aktuellen psychologischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auf der Täter-, der Mitläufer- und der Opferseite ein Schwerpunkt der PSYCHE.

Die in den 90er Jahren verstärkt einsetzende Diversifizierung, die in die Diagnose eines gleichermaßen begrüßten wie kritisierten Pluralismus der Psychoanalyse mündete, hat auch in der PSYCHE ihren Widerhall gefunden. Bis dahin eher randständige innovative Forschungstrends wie Säuglingsforschung und Bindungstheorie, markante Schulrichtungen wie die (neo-)kleinianische und die intersubjektive wurden rezipiert und diskutiert; der interdisziplinäre Austausch, insbesondere mit der Entwicklungspsychologie und den Neurowissenschaften, wurde intensiviert.

Der Untertitel Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen bezeichnet die bis heute gültige umfassende Programmatik der PSYCHE. Die Zeitschrift will den gegenwärtigen Stand der Psychoanalyse, ihrer Forschung, Theoriebildung, Methodologie und Behandlungstechnik repräsentieren und die verschiedenen Strömungen der heutigen Psychoanalyse darstellen und diskutieren. Den gewachsenen Anforderungen an eine zeitgemäße Psychoanalyse entsprechend wird dabei Fragen der Klinik im weitesten Sinn verstärkt Rechnung getragen.

Ungeachtet der Ausdifferenzierung der Psychoanalyse ist und bleibt die PSYCHE ein Forum, das jenen Versuchen Gehör verschafft, die mit psychoanalytischen Mitteln kulturelle, gesellschaftliche und politische Entwicklungen zu durchdringen helfen: dazu gehören Interpretationen von Werken der Bildenden Kunst, Literatur, Musik und Film ebenso wie Themen der neueren Geschichte (einschließlich der Geschichte der Psychoanalyse), der Gesellschaftspolitik (Migration), der Soziologie, der Ethnologie und der Gender Studies.

Die »Sache der Psychoanalyse« steht vermehrt unter Legitimationsdruck: von gesellschaftspolitischer Seite durch Forderungen nach empirischem Aufweis der Effizienz und Wirtschaftlichkeit psychoanalytischer Behandlungsverfahren; wissenschaftspolitisch durch den hegemonialen Geltungsanspruch konkurrierender Therapieverfahren oder Erklärungsansätze anderer Wissenschaften, etwa der Neurobiologie, die sich verstärkt Gegenstandsbereichen zuwenden (Gedächtnis, Erinnerung und bewusste wie unbewusste Prozesse), die lange Zeit Domäne der Psychoanalyse waren. Fragen nach dem Stellenwert und dem Selbstverständnis der Psychoanalyse werden aber auch durch die gewandelte Wahrnehmung der Psychoanalyse in der Öffentlichkeit provoziert.

Die PSYCHE hat sich diesen unterschiedlichen Herausforderungen gestellt: Mit den seit 1994 veröffentlichten Doppelheften wird versucht, den jeweils fortgeschrittensten Stand eines aktuellen Themas der Psychoanalyse sowohl für die psychoanalytische Gemeinschaft als auch für eine breitere Öffentlichkeit darzustellen (zu den einzelnen Heften siehe Archiv). 2006 hat die Zeitschrift ein anonymes Peer-Review-Verfahren eingeführt, an dem sich über 30 externe Gutachterinnen und Gutachter beteiligen. Die für wissenschaftliche Zeitschriften unabdingbar gewordene Indexierung wird garantiert durch PsycINFO, Social Sciences Citation Index, Current Contents, Social & Behavioral Sciences und EMBASE. Durch die Mitgliedschaft im International Council of Editors of Psychoanalytic Journals (ICEPJ) hat die PSYCHE ihre internationale Anbindung gestärkt. (https://www.klett-cotta.de)

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    • 1963 January - 2013 December, 600 issue

      Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen
      Die Psyche ist die einzige monatlich erscheinende deutschsprachige Fachzeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen.
      This journal is indexed in: PsycINFO / Social Sciences Citation Index / Current Contents / Social & Behavioral Sciences

      Als die Zeitschrift 1947 von Hans Kunz, Alexander Mitscherlich und Felix Schottlaender gegründet wurde, ging es den Herausgebern um eine breit angelegte und sehr allgemeine Zielsetzung: sie wollten zusammenführen, integrieren und versöhnen. Die PSYCHE sollte offen sein für alle Strömungen der Tiefenpsychologie in den von ihr beeinflussten theoretischen und praktischen Gebieten. Die Bedingung für die Aufnahme in die Zeitschrift hieß freilich damals schon: die Darstellung musste methodisch streng und selbstkritisch sein.

      Das sich verändernde Selbstverständnis der PSYCHE und ihrer Herausgeber läßt sich an den Untertiteln ablesen: War sie 1947 als Jahrbuch für Tiefenpsychologie und Menschenkunde angetreten, nannte sie sich zwei Jahre später Zeitschrift für Tiefenpsychologie und Menschenkunde. 1956, die Herausgeber waren nunmehr Wolfgang Hochheimer und Alexander Mitscherlich, wurde sie umgetauft in Zeitschrift für psychologische und medizinische Menschenkunde. Seit 1966 trägt die PSYCHE den auch heute noch gültigen Untertitel Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen.

      Ab den 60er Jahren setzte in der PSYCHE eine verstärkte Rezeption und Veröffentlichung sowohl der Arbeiten der von den Nazis ins Exil getriebenen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker als auch der neueren psychoanalytischen Ansätze vor allem aus den angelsächsischen Ländern ein.

      Die 70er und dann vor allem die 80er Jahre standen im Zeichen der (selbst-) kritischen Befragung der aktiv betriebenen wie erduldeten Einbindung der »deutschen« Psychoanalyse, ihrer Institutionen und Repräsentanten, in den Nationalsozialismus. Auch diese Debatte wurde von der PSYCHE aktiv betrieben und dokumentiert. Seither ist die Auseinandersetzung mit den aktuellen psychologischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auf der Täter-, der Mitläufer- und der Opferseite ein Schwerpunkt der PSYCHE.

      Die in den 90er Jahren verstärkt einsetzende Diversifizierung, die in die Diagnose eines gleichermaßen begrüßten wie kritisierten Pluralismus der Psychoanalyse mündete, hat auch in der PSYCHE ihren Widerhall gefunden. Bis dahin eher randständige innovative Forschungstrends wie Säuglingsforschung und Bindungstheorie, markante Schulrichtungen wie die (neo-)kleinianische und die intersubjektive wurden rezipiert und diskutiert; der interdisziplinäre Austausch, insbesondere mit der Entwicklungspsychologie und den Neurowissenschaften, wurde intensiviert.

      Der Untertitel Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen bezeichnet die bis heute gültige umfassende Programmatik der PSYCHE. Die Zeitschrift will den gegenwärtigen Stand der Psychoanalyse, ihrer Forschung, Theoriebildung, Methodologie und Behandlungstechnik repräsentieren und die verschiedenen Strömungen der heutigen Psychoanalyse darstellen und diskutieren. Den gewachsenen Anforderungen an eine zeitgemäße Psychoanalyse entsprechend wird dabei Fragen der Klinik im weitesten Sinn verstärkt Rechnung getragen.

      Ungeachtet der Ausdifferenzierung der Psychoanalyse ist und bleibt die PSYCHE ein Forum, das jenen Versuchen Gehör verschafft, die mit psychoanalytischen Mitteln kulturelle, gesellschaftliche und politische Entwicklungen zu durchdringen helfen: dazu gehören Interpretationen von Werken der Bildenden Kunst, Literatur, Musik und Film ebenso wie Themen der neueren Geschichte (einschließlich der Geschichte der Psychoanalyse), der Gesellschaftspolitik (Migration), der Soziologie, der Ethnologie und der Gender Studies.

      Die »Sache der Psychoanalyse« steht vermehrt unter Legitimationsdruck: von gesellschaftspolitischer Seite durch Forderungen nach empirischem Aufweis der Effizienz und Wirtschaftlichkeit psychoanalytischer Behandlungsverfahren; wissenschaftspolitisch durch den hegemonialen Geltungsanspruch konkurrierender Therapieverfahren oder Erklärungsansätze anderer Wissenschaften, etwa der Neurobiologie, die sich verstärkt Gegenstandsbereichen zuwenden (Gedächtnis, Erinnerung und bewusste wie unbewusste Prozesse), die lange Zeit Domäne der Psychoanalyse waren. Fragen nach dem Stellenwert und dem Selbstverständnis der Psychoanalyse werden aber auch durch die gewandelte Wahrnehmung der Psychoanalyse in der Öffentlichkeit provoziert.

      Die PSYCHE hat sich diesen unterschiedlichen Herausforderungen gestellt: Mit den seit 1994 veröffentlichten Doppelheften wird versucht, den jeweils fortgeschrittensten Stand eines aktuellen Themas der Psychoanalyse sowohl für die psychoanalytische Gemeinschaft als auch für eine breitere Öffentlichkeit darzustellen (zu den einzelnen Heften siehe Archiv). 2006 hat die Zeitschrift ein anonymes Peer-Review-Verfahren eingeführt, an dem sich über 30 externe Gutachterinnen und Gutachter beteiligen. Die für wissenschaftliche Zeitschriften unabdingbar gewordene Indexierung wird garantiert durch PsycINFO, Social Sciences Citation Index, Current Contents, Social & Behavioral Sciences und EMBASE. Durch die Mitgliedschaft im International Council of Editors of Psychoanalytic Journals (ICEPJ) hat die PSYCHE ihre internationale Anbindung gestärkt. (https://www.klett-cotta.de)

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